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Der Klimawandel ist in aller Munde. Für viele Konsumentinnen und Konsumenten ist Nachhaltigkeit ein Entscheidungskriterium geworden. Auch bei den Weihnachtsbäumen gibt es grosse Unterschiede. Wer dem Klima helfen will, kauft seinen Christbaum besser regional.

Klimafreundlich: ein Weihnachtsbaum aus der Schweiz

Etwa 18 kg CO2 absorbiert ein Nadelbaum in den zehn Jahren, in denen er zu einem stattlichen Christbaum heranwächst. Gleichzeitig produziert er Sauerstoff und filtert grosse Mengen Staubpartikel aus der Luft. Wird der Baum nach Weihnachten korrekt entsorgt, gelangt das CO2 bei der Verbrennung oder Kompostierung zwar wieder in die Atmosphäre zurück, aber nur so viel, wie während des Wachstums zuvor gebunden wurde. Daneben wird Energie in Form von Wärme frei, die noch genutzt werden kann.

Ein in der Region geschlagener Baum hat keinen langen Transport hinter sich, ist darum frisch und duftet herrlich. Ausserdem wird beim Kauf ein einheimischer Produzent unterstützt. Rund 500 Landwirte und Forstbetriebe produzieren Schweizer Weihnachtsbäume, sei es im Landwirtschaftsgebiet oder im Wald. Der Verkauf ist für sie ein willkommener Zusatzverdienst. Die Bäumchen aus dem Wald fallen bei den üblichen Pflegemassnahmen an oder stammen aus Beständen unter Stromleitungen, wo sie ohnehin nicht in die Höhe wachsen dürfen.

Importware und Plastik haben es in sich
Ein Weihnachtsbaum aus dem entfernten Ausland absorbiert während seines Wachstums natürlich genau gleich viel CO2 wie ein einheimischer. Aber von je weiter er herangeführt werden muss, desto mehr graue Energie und CO2-Emissionen stecken in ihm. Die meisten importierten Bäume stammen aus Dänemark, Deutschland oder den Niederlanden, wo sie in grossen Plantagen herangezogen werden. Oft werden diese Bäume aus Massenproduktion lange vor der Adventszeit geschlagen und müssen in energieintensiven Kühlhäusern zwischengelagert werden.

Umfragen zufolge erfreuen sich künstliche Weihnachtsbäume aus Plastik zunehmender Beliebtheit. Ein Plastikbaum kann umweltfreundlich sein, wenn er immer wieder verwendet wird. Allerdings besagt eine australische Studie, dass ein künstlicher Weihnachtsbaum ganze 17 Jahre im Einsatz sein muss, bis er die Ökobilanz eines natürlichen Christbaums erreicht. Auch ohne genaue Ökobilanz-Rechnung ist klar: Kunststoffbäume werden üblicherweise in fernen Ländern produziert; allein ihr Transport verbraucht Hunderte Liter Treibstoff. Und da sie aus fossilen Rohstoffen gemacht sind, belasten sie die Umwelt früher oder später mit zusätzlichem CO2.

Links www.waldschweiz.ch | www.suisse-christbaum.ch

Bild IG Suisse Christbaum: Mehr als eine Million Christbäume prangen jedes Jahr festlich geschmückt in Schweizer Stuben. Nicht einmal die Hälfte davon stammt jedoch aus der Schweiz. Dabei weisen Bäume aus der Schweiz grosse Pluspunkte auf: Sie werden ökologisch produziert, frisch geschlagen und nicht weit transportiert.

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