Schreinerpraktiker/in EBA

Schreinerpraktiker/innen beherrschen die wichtigsten Techniken zur Verarbeitung von Holz und Holzwerkstoffen. Im Schreinereibetrieb helfen sie mit, Bauteile anzufertigen. Sie führen Schleifarbeiten aus, bereiten Bauteile für die Lackierung vor oder montieren Beschläge wie zum Beispiel Türklinken. Sie arbeiten im Team oder erledigen die Arbeiten selbstständig.

Im Gegensatz zu den Schreinern und Schreinerinnen zeichnen Schreinerpraktiker/innen die Pläne nicht selbst. Sie machen aber einfache Skizzen und können die Werkzeichnungen und Montagepläne lesen und umsetzen.
Schreinerpraktiker/innen sind für die Vorbereitung der Montage zuständig. Sie stellen die benötigten Materialien, Werkzeuge und Hilfsmittel bereit und laden sie in die Transportfahrzeuge ein. Auf der Baustelle montieren sie die Bauteile nach den Anweisungen der Vorgesetzten. Dabei beachten sie die geltenden Normen und Umweltvorschriften. Sie verarbeiten die verschiedenen Holzwerkstoffe mit Gefühl für das Material. Hilfsmittel wie Klebstoffe und Schleifpapier sowie Mittel zur Oberflächenbehandlung wie Lacke oder Wachse wenden sie fachkundig an.
 

a)           Ausbildung

  • Dauer: 2 Jahre
  • Bildung in beruflicher Praxis: In einem Schreinereibetrieb
  • Schulische Bildung: 1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule
  • In der betrieblichen wie auch in den Ük werden zwei Schwerpunkte ausgebildet: Schreinerei und Fensterbau

     

b)          Voraussetzungen & Anforderungen

  • Abgeschlossene Volksschule
  • Schnupperlehre wird empfohlen
  • Handwerkliches Geschick
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Freude an sorgfältigem und genauem Arbeiten
  • Gut lesen und schreiben können

     

c)           Fachkompetenzen  

  • Arbeitssicherheit/Gefahrenquellen/Gesundheitsschutz
  • Materialien
  • Betriebsmittel
  • Montage/Lieferungen
  • Fachzeichnen
  • Berechnungen
  • Vorschriften/Normen
  • Umweltschutz/Ökologie
  • Arbeitsrecht/Administration

     

d)          Überbetriebliche Kurse

Die überbetrieblichen Kurse (üK) finden im Kanton Graubünden statt und ergänzen die Bildung der beruflichen Praxis und der schulischen Bildung.

28 Kurstage verteilt auf sieben Kurse in den ersten drei Semestern der zweijährigen Lehrzeit

  • Ük 1 Arbeitssicherheit / Handwerkzeuge
  • Ük 2 Maschinenkurs I
  • Ük 3 Maschinenkurs II
  • Ük 4 Montagekurs I
  • Ük 5 Montagekurs II
  • Ük 6 für Schwerpunkt Schreinerei: Objekte I
  • Ük 7 für Schwerpunkt Schreinerei: Objekte II
  • Ük 6 für Schwerpunkt Fensterbau: Fensterbau I
  • Ük 7 für Schwerpunkt Fensterbau: Fensterbau II

     

e)           Abschluss

Wer das Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat, erhält das Eidgenössische Berufsattest und führt den Titel Schreinerpraktikerin EBA oder Schreinerpraktiker EBA.  


f)           Weiterbildung

  • Schreinerlehre EFZ (verkürzt oder regulär)
  • Mit dem EFZ gelten die gleichen Weiterbildungsmöglichkeiten wie die Schreiner/innen EFZ

     

g)          Weitere Informationen

www.traumjob-schreiner.ch

www.vssm.ch

http://www.berufsberatung.ch/dyn/1199.aspx?data=regulation&id=6823&searchsubmit=true&search=schreiner

Verordnung  und Bildungsplan unter
http://www.sbfi.admin.ch/bvz/grundbildung/index.html?detail=1&typ=EBA&item=1115&lang=de

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